Pakistan und Indien

  • 06_dubai_karatschi_ahmedabad
  • dsc_0015

Ein Sonnenaufgang ist immer etwas Beeindruckendes. So auch heute für uns drei. Nach 1 1/2 Flugstunden ist es soweit. Vor unserer Nase fängt es durch den Dunst an, uns zu blenden. Verdient haben wir diesen Anblick auf jeden Fall, denn heute haben wir bereits um 2 Uhr früh unser Hotel verlassen, um unseren geplanten Abflug nach Karachi ja pünktlich anzugehen. Na ja, irgendwie haben wird schon damit gerechnet, dass noch irgendjemand etwas von uns will. Gestern sind zwar Walter und Herbert am Nachmittag noch extra zum Flughafen gefahren, um alles zu bezahlen und die nötigen Papiere wie General Declaration und Flugplan zu bestätigen, aber wir kennen die Gebräuche nun schon ein wenig. Wenn man dann im Flieger sitzt und Start-Up erbittet, kommt bestimmt wieder ein Funkspruch, dass irgendetwas fehlt. Also gehen wir noch kurz bevor wir zum Flieger gefahren werden ins Handling Büro, und siehe da, ein paar Fahrten mit dem Crew Bus am Flughafen sind noch nicht abgerechnet worden.

Aber jetzt haben wir es geschafft. Die Sonne im Gesicht und Dubai am Heck. Nach einem pünktlichen Start um 4 Uhr früh und einem wunderschönen Flug, sind wir 4 1/2 Stunden später schon in Karachi, Pakistan. Beim beginnenden Sinkflug hat sich unser Autopilot wieder verabschiedet und sich noch einmal eine Pause gegönnt und uns somit die Chance gegeben, bei anspruchsvollem Wetter in IMC den Anflug erneut händisch durchzuführen. Von solchen Kleinigkeiten lassen wir uns aber nicht mehr entmutigen. Mit Hilfe von Avionik Straubing hat Walter das Problem Ruck-Zuck gelöst.

  • dsc_0061
  • p1060095

Gut gebrieft, dass hier alles nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, werden wir aber eines Besseren belehrt. Kaum angekommen, kümmert sich die gebuchte Handling Agentur sofort um alle unsere Belange. In einer geführten Tour mit dem Flieger rollen wir kilometerweit bis zu einer Flugschule, die außerhalb des Airportgeländes hier angesiedelt ist. Eine Straße wird gesperrt und unser Flieger von zahlreichen Mitarbeitern und bis auf die Zähne bewaffnetem Begleitschutz zur „Tankstelle“ eskortiert.

  • dsc_0055
  • p1060131

Freundlich und total bemüht, wird unser Flieger hier dann fachgerecht aufgetankt. Fachgerecht bedeutet hier aber, dass unser kostbares Nass in Fässern herangerollt wird, und der Inhalt anschließend mit Kübeln zum Flugzeug getragen und eingefüllt wird.

Ab geht’s zur nächsten Destination. Ahmedabad steht auf unserem Speiseplan. Das ganze Prozedere am Flughafen in Karachi hat Formel 1 Qualitäten gehabt. Innerhalb von 1 Stunde sitzen wir wieder im Flieger und waren sofort für alles freigegeben.

Durch massive Dunstglocken hindurch haben wir am Abend Ahmedabad erobert. Das erste, das wir nach der Landung sehen, sind die Gesichter freundlich grinsender Handling Mitarbeiter. Was knöpfen uns die jetzt wohl wieder ab?

  • dsc_0101

Obwohl uns jeder versichert, dass die Worte und Sätze die man uns entgegenbringt, in englischer Sprache artikuliert werden, verstehen wir keinen Deut. Wir fragen nach und horchen voll konzentriert. Auch fangen wir schon an, wie die Inder mit dem Kopf in einer Dur zu wackeln, alles hilft nichts. Dieses Kauderwelsch ist unverständlich. Wir sagen zu allem „yes, yes“ und unser Gegenüber wackelt - mit einem Lächeln im Gesicht - mit dem Kopf, was wahrscheinlich auch „yes, yes“ bedeutet.

Ins Bett sind wir so gegen 1 Uhr gekommen. Bis 22 Uhr hatten wir am Flughafen in Ahmedabad zu tun gehabt. Im Restaurant vom Hotel sind wir aber noch mit köstlichen Spezialitäten der Indischen Küche verwöhnt worden. Die Nacht war dementsprechend kurz, denn bereits um 7 Uhr früh hat es wieder „Bye, Bye Ahmedabad“ geheißen.

Shukhriya und Bai Ahmedabad! (Danke und Tschüss)