Thailand

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Gleich wenn wir nach Hause kommen, werden wir eine Meldung an das Red Bull Formel 1 Team machen: Sollte Sebastian Vettel mal in Pension gehen, gibt es hier ein schier unerschöpfliches Potenzial an Rennfahrern. Mut und gnadenloser Ehrgeiz, so schnell wie möglich auch noch durchs engste Nadelöhr zu schlüpfen, ist unübertroffen. Begleitet wird jede Aktion mit einem fürchterlichen Hupkonzert. Und wenn es auch nicht die geringste Chance zum Überholen gibt, versucht wird es allemal.

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Ein eigenes Thema in Chittagong, bzw Bangladesch selbst: Die ganze Gegend gleicht mehr einer Müllhalde als einer bewohnbaren Stadt. Das Leben am Straßenrand ist unvorstellbar. Und trotzdem haben wir fast ausschließlich freundliche Menschen getroffen. Auch die Frauen mit ihren bunten Saris wirken total sauber und gepflegt.

Dass die Abfertigung am Airport (welche Abfertigung??) so funktioniert, wie es eben funktioniert hat, ist uns ein Rätsel. Bereits gestern ging alles viel zu einfach:

  • Tanken: Kein Problem - Die Fässer werden herangeschafft.
  • Immigration: Kein Problem - Irgendwer kümmert sich darum.
  • Hotel: Kein Problem - Unser Chauffeur ist sofort zur Stelle.

Heute Morgen fahren wir aber doch mit Bauchweh zum Airport. Das ging alles viel zu einfach. So geht das doch nicht. Gestern sind wir quasi durch die Hintertür aus dem Flughafengebäude gegangen. Niemand hat nach dem Pass gefragt, und nicht einmal einen Stempel haben wir irgendwohin bekommen. Da muss doch das dicke Ende irgendwann kommen. Wir warten umsonst. Es geht in der gleichen Art und Weise weiter. Bei der Ankunft zur Departure warten schon bekannte Gesichter. Immigration Stempel auf dem Flugplan - kein Problem, Custom Stempel - kein Problem. Und dann noch die nächste Hürde. Unser Überflugs-Permit für Myanmar beginnt erst morgen am 5 Juli. Wir wollen aber schon heute fliegen. Am Tower werden wir freundlich empfangen, und mit grünem Tee mit Ginger verwöhnt.

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Dann wird telefoniert und gequatscht. Zwei Stunden später sitzen wir im Flieger mit allen Genehmigungen, die wir brauchen.

Auch dieser Flug wird von Fortuna begleitet. Zwischen Wolkentürme hindurch, und nur ab und zu ein paar Regenschauer, so gehen die nächsten vier Stunden bis nach Phitsanulok. Einzig die Gear-Warning brüllt in einem durch, sobald sie nass wird. Das ist nervig.

Myanmar doch mit Unbehagen angegangen, entpuppt sich ebenfalls als total kooperativ. Nachdem wir bereits seit einer halbe Stunde in deren Hoheitsgebiet eingeflogen waren, und noch immer keinen Funkkontakt hatten, hat sich ein AUA-Pilot, der ebenfalls gerade in dieser Gegend unterwegs war, als Relais Station eingeschaltet. Sofort haben wir eine Abkürzung direkt zu unserem Tagesziel bekommen, und den Anflug auf Phitsanulok mit einem DME Arc abgeschlossen.

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Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen, werden wir schon von einer Traube von Menschen umringt. Teilweise werden wir fotografiert - die offiziellen Stellen wollen Informationen. Alle wollen alles gleichzeitig. Wir beruhigen die freundliche Meute und gehen mal ins Flughafengebäude. Nachdem unser Gesundheitszustand eruiert wurde (ja wirklich: Auch die Körpertemperatur wurde gemessen), haben wir mal unsere Autorammstunde abgehalten.

Jedes Fetzelchen Papier haben wir unterzeichnet. Nachdem der offizielle Teil abgeschlossen war, haben wir mit allen unsere privaten Dinge besprochen. Innerhalb kürzester Zeit waren hier die Beamten unsere Freunde. Der Immigration-Offizier hat uns in seinem Auto ins Hotel gefahren, und am Abend sind wir gemeinsam in ein Restaurant am River Essen gegangen.

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So wie jeden Tag, sind wir nicht ins Bett gegangen - wir sind um 23 Uhr todmüde hineingefallen. Außer natürlich Otmar - Der musste ja wieder die Homepage aktualisieren.

KOBKUNKRAB“ und „KOBKUNKA“ an Phitsanulok