Ziel erreicht

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Alles ist für den Weiterflug vorbereitet. Die Formalitäten haben wir gestern bereits erledigt, es sollte einem raschen Weiterkommen nichts im Wege stehen. Wir wollen unbedingt pünktlich um 9 Uhr starten, denn ab 13 Uhr sind schon wieder Gewitter für unseren Zielflugplatz gemeldet. Am Eingang zum Flughafengebäude werden wir schon erwartet, allerdings mit der Nachricht, dass unsere Überflugs- und Landegenehmigung für Kambodscha und Saigon erst morgen gelten. Das haben wir in unserer Euphorie glatt vergessen. Also rein ins Briefing-Büro, und alle 5 Mitarbeiter dort nehmen sich sofort um uns an. Sämtliche Register werden gezogen, um unser Permit vorzuverlegen. Aber das dauert und dauert. Wir nehmen es trotzdem gelassen, denn wir werden hier bestens verköstigt und versorgt.

Mit der Zeit wird’s sogar richtig gemütlich hier, und wir rechnen schon damit, eine weiter Nacht hier verbringen zu müssen oder dürfen. Zwischendurch checken wir immer wieder das Wetter und setzen uns eine Deadline um 12:00. Wenn wir bis dahin die Permits nicht haben, bleiben wir hier. Um Punkt 12:00 kommt das Email mit der ersehnten Botschaft. Genau 26 Minuten später starten wir den Motor. Nach der Startfreigabe wird der Gashebel zügig nach vorn geschoben, und wir heben ab zu unserem Ziel. Der letzte Streckenabschnitt hat jetzt begonnen.

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Dass sich überall Gewitter bilden, haben wir aus dem Forecast entnommen. Dementsprechend haben wir auch sämtliche Möglichkeiten vorbereitet, woanders zu landen oder umzukehren. Irgendwie hat sich aber das Universum mit uns verbündet, und unseren eingeschlagenen Weg freigemacht. Links und rechts von uns türmen sich gigantische CB‘s bis in die Stratosphäre, und unser Stormscope zeigt uns unzählige Entladungen.

Nur das Eigenartige daran: Vor uns ist alles frei. Wir fliegen quasi durch eine Schneise nach Saigon. Klar, ein paar Mal weichen wir schon aus. Erst nach oben auf FL 130 dann runter auf FL 80 dann links und rechts, aber eher aus Vorsicht. Denn dort wo sich die Pünktchen am Stormscope mehren, wollen wir nicht in die Wolken fliegen.

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Genau um 16:44 Uhr haben wir unser großes Ziel erreicht. Im Anflug auf unsere Piste 25R bewegen wir uns zwischen Boeing und Airbus aller Kategorien und fliegen mit 160 Knoten den ILS hinunter, um den Verkehr, wo im Minutentakt gelandet wird, nicht zu unterbrechen.

 

 

Auf unserer Parkposition angekommen, schaun wir uns an und können es nicht glauben. Wir haben es geschafft! Das Gefühl ist unbeschreiblich. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.

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