Saigon ade??

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Pünktlich um 6:15 Uhr treffen wir am Flughafen Tan Son Nhat ein. Tano unser Handling Agent erwartet uns bereits. Wie am Schnürchen werden wir durch das Flughafengebäude geschleust und eine halbe Stunde später sind wir schon abflugbereit. Obwohl unser Flugplan erst um 8 Uhr aufgegeben wurde, ist die Vorverlegung kein Thema. Wir werden unkompliziert in das emsige Geschehen bis zum Abflugpunkt eingegliedert und kriegen zügig unser „Cleared for Takeoff Runway 25 L“. Gas rein und los geht’s.

Ein Blick auf die Instrumente und das Gas kommt wieder raus. Noch mal Vollgas, aber es hilft alles nichts - die Manifold Pressure kommt nicht. Wir stehen bei 26 Inch Ladedruck – beim Start brauchen wir aber 35 Inch. Startabbruch und retour zur Abstellfläche. Dort versuchen wir ein paar Mal Vollgas zu geben, nur der Ladedruck bleibt stur.

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Mr. Hong haben wir bereits am Vortag beim Tanken kennengelernt. Er ist zuständig für die Wartung und Betreuung der zwei einzigen privaten Flugzeuge in Vietnam. Sofort stellt er uns seine Halle, sein Büro, und alles was wir sonst noch benötigen, zur Verfügung.

Gemeinsam besprechen wir unser Problem und die Vermutung liegt nahe, dass entweder der Benzinfilter verlegt ist, oder das Waste Gate vom Turbolader nicht funktioniert. Wir wollen auf Nummer sicher gehen und kontaktieren Patrik und Albert in Salzburg, um das Problem zu besprechen. Nur, es heißt jetzt 5 Stunden warten - wir wollen ja niemand um 4 Uhr früh aus dem Bett holen, und der Zeitunterschied nach Hause ist nun mal 5 Stunden.

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Albert ist sicher ein Frühaufsteher und ruft uns gegen 12:30 Uhr an. Auch mit Patrik klären wir eine Stunde später noch mal alles ab. Unsere Aufgabe: Einige Male starten und auf Vollgas gehen. Beim vierten Versuch endlich das gewaltige Aufheulen unseres 6-Zylinders. Das Waste Gate hat sich aus seiner eingerosteten Position gelöst und lässt wieder sein gewohntes Potential erkennen. Wir wiederholen das Ganze noch ein paar Mal und sind nun doch ziemlich erleichtert. Nur, zum Weiterfliegen ist es jetzt eindeutig zu spät. Am Abend bilden sich wieder die typischen Gewitter und in der Nacht in solche Zellen hineinzufliegen, begeistert uns nicht wirklich. Es wird alles für den nächsten Tag vorbereitet und Tano organisiert uns ein Zimmer nicht weit vom Flughafen.

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