Salzburg – Straubing – Sofia – Larnaca

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Auch die Zeitungen haben „Wind“ bekommen von den Abenteurern und dokumentierten ihre Eindrücke folgendermaßen:

OÖ Nachrichten, 10.6.2011 Kurier, 12.6.2011 Krone Salzburg, 15.6.2011
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  • a

So, alle Vorbereitungen sind erledigt! Alle? Schön wär’s! Den Flieger haben wir am Dienstag noch in die Werft geflogen, um nur noch schnell das 100 Stunden-Service zu machen - ganz einfach. Dann noch den Flieger packen und ab geht’s. Aber was ist das denn? Wir schalten den Autopiloten ein, und wir haben eine Rakete unterm Hintern. Der Flieger steigt weg, und der Autopilot hilft mit. Wie sich schnell herauskristallisiert, ist der Autopilot kaputt. Was machen? Ohne AP 100 Stunden fliegen? Betretenes Schweigen von uns Dreien: Dann halt lieber doch noch „schnell“ am Mittwoch - am geplanten Abflugtag - nicht in den Süden, sondern nach Straubing. Dank dem hervorragendem Service von Avionik Straubing haben wir das Problem in weniger als einer Stunde behoben. Großes Lob an die Avioniker.

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Jetzt aber Schluss mit allen Hindernissen. Wir beginnen um 11:13 unsere große Reise. Erstes Ziel ist Sofia, und wir starten bei herrlichem Flugwetter. Wie es sich gehört, haben wir nach einer halben Stunde eine nette Vereisung auf den Tragflächen und unser Flug findet im Zick-Zack-Kurs zwischen Towering Cumuli fast bis Sofia statt. Nicht nur nach links und rechts ging‘s, wir mussten auch auf Flightlevel 150 hinauf (ca 4500m). Herbert, der auf diesem Flug als Passagier gebucht war und hinten sitzen musste, hat allerdings rechtzeitig bemerkt, dass Pilot und Co ziemlich wirres Zeug von sich gaben (Ausrede: Höhenkrankheit). Netterweise werden Sauerstoffmasken ausgeteilt und innerhalb von Sekunden werden wieder halbwegs normale Gespräche geführt. Der Anflug in Sofia: Ein Erlebnis. Im Landeanflug direkt neben einer großen Gewitterzelle ist es zwar ein wenig „bumpy“, der Anflug direkt über die Stadt allerdings eine Augenweide - aber leider nicht für Otmar, der auf dieser Strecke PIC (pilot in command) ist, und sich natürlich voll und ganz auf den Anflug konzentrieren muss. Unsere Cessna und die Crew haben ihre erste Bewährungsprobe bestanden.

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Auftanken in Sofia: Problemlos und rasch. Nach etwas mehr als einer Stunde Aufenthalt, der Start für die zweite Strecke an diesem Tag mit dem Ziel Larnaca auf Zypern. Unsere Reisehöhe von 13000 ft ist rasch erreicht, und dank des funktionierenden Autopilot ein völlig entspannter Flug über die Inseln Limnos, Milas und Rhodos. Hinein in die Abenddämmerung bis zur völligen Dunkelheit fliegen wir über dem Meer südlich der türkischen Grenze direkt nach Larnaca.

 

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Dieser Flug ist allerdings ein Erlebnis allererster Güte: Ein Logenplatz am Himmel. Um 20:30 taucht genau vor uns der Vollmond aus einer mystischen Wolke auf. Was dann geschieht, ist nicht leicht zu beschreiben. Eine totale Mondfinsternis ist angesagt, und wir fliegen direkt darauf zu. (na ja, nicht direkt, wir sind schon ein bisschen tiefer). Jäh aus unseren Gedanken und Verzückungen herausgerissen werden wir von Larnaca Approach. Wir haben natürlich den Landeanflug schon vorbereitet und geistig abgeflogen. Dann kommt die Frage: „Do you want a visual approach?“. Ohne viel nachzudenken, kommt von uns die Antwort: „Aber sicher doch!“. Nach der Landung sind wir klüger: Ein Sichtanflug mitten in der Nacht auf einem fremden Airport ist doch kein Honiglecken. Aber am Ende ist es doch ein bleibender Eindruck übers Meer die Landebahn anzusteuern.

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Gelandet um 22:30 und nach fast 10 Std Flugzeit am ersten Tag kommt noch eine weitere Überraschung auf uns zu. Wir werden schon sehnsüchtig von einem Mitarbeiter der Handling-Agentur Skylink erwartet und freundlichst empfangen. Der Grund der Freundlichkeit ist uns allerdings bald klar: Nach ein paar Sätzen (unser neuer „Freund“ hat sich gewunden wie ein Aal) ist er mit den Kosten für sein tolles Service herausgerückt. Der Transport vom Flieger zum Flughafengebäude und retour würde uns € 800,- kosten (Sonderpreis nach mehrmaligem Telefonieren). Fairerweise wird aber nach einer dreiviertel Stunde auch eine weitere Handling-Agentur geholt, nachdem er merkt, dass wir diesen Preis absolut nicht zahlen würden. Ab diesem Zeitpunkt läuft es dann wie geschmiert. GLS Handling ist absolut korrekt. Wir sind uns zwar noch nicht sicher, ob das auch wirklich so funktioniert wie angekündigt, aber die Abwicklung am nächsten Morgen ist wirklich professionell und um vieles günstiger. Ein bleibender Eindruck ist aber bestimmt auch die Freundlichkeit der Zyprioten.

 

EFCHARISTO an Zypern!