"Tuut tuut" nach Chittagong

  • 12_phitsanulok_chittagong

  • dsc_0003

„Tuuut Tuuut tuuut tut tuut“. Seit eineinhalb Stunden schreit unsere Gear-Warning. Wir haben eh schon darauf gewartet, denn vom Start weg sind wir im Regen unterwegs. Manchmal mehr, manchmal weniger. Aber bei den Dichtungen der Frontscheibe blubbert das Wasser in den Flieger, und die Lüftungen halten uns auch mit ein paar frischen Regentropfen munter. Viereinhalb Stunden dauert der Flug nach Chittagong. Eigentlich kein dramatisches Wetter, denn die Gewitter und CBs kommen erst am Nachmittag, aber doch eher ungemütlich hier drinnen - und dieses ewige „Tuut tuut“. Wir müssen das irgendwie wegkriegen.

Der Abflug heute Morgen war relaxt und problemlos. Gestern haben wir ja schon alles noch einmal am Flughafen gecheckt, um heute auch pünktlich wegzukommen. Und es lief auch alles wie am Schnürchen. Aufgehalten wurden wir lediglich von den vielen Flughafen-Mitarbeitern und Behörden, die uns vor lauter Beglückwünschungen, Händeschütteln, Fotografieren kaum weglassen wollten. Immer wieder ist jemand dazugekommen, der uns unbedingt noch etwas zu sagen hatte. Es war wirklich ein schweres Abschiednehmen. Die Tage in diesem verschlafenen Städtchen werden wir nicht so schnell vergessen.

  • dsc_0051
  • dsc_0048

Und jetzt dieses „Tuut Tuut“ bis zur Landung.

 

 

Wir waren wirklich froh, dieses Getute mit dem Ausfahren des Fahrwerkes zu beenden.

  • dsc_0052

Die Handling-Mitarbeiter haben sich sofort nach der Landung auf uns gestürzt. Leider umsonst. Mittlerweile haben wir die örtlichen Gepflogenheiten ja kennengelernt, sind schnurstracks über den Flughafen zum Tower und Briefingroom gegangen, und haben die verdutzt dreinblickende Meute einfach stehen gelassen. In gewohnter Manier werden wir von allen Seiten herzlich empfangen. Das Tanken stresslos und fair, am Turm bekannte Gesichter. Alle sind total hilfsbereit. In kürzester Zeit sind wir schon wieder aus dem Flughafen draußen und auf dem Weg zum Hotel. Wir wollten noch alles vorbereiten für unseren Flug morgen Früh nach Nagpur, aber das geht nicht. Erst morgen früh. „Kein Problem, das erledigen wir schon“. Und wir warten immer noch auf unser Permit für Nagpur, welches wir hoffentlich noch in dieser Nacht erhalten.

„Tuut, tuut tuut“ schon wieder! Aber diesmal wieder auf den Straßen. Vom letzten Mal bereits ein bekanntes Bild, aber doch wieder beeindruckend. Der Verkehr auf den Straßen von Bangladesch ist mit nichts vergleichbar. Die eine Stunde Fahrt bis zum Hotel ist wieder ein Erlebnis. Wir können uns nicht sattsehen an den Besonderheiten dieses Landes. Nicht nur die unendliche Armut die uns bedrückt, sondern auch die Freundlichkeit die einem entgegenkommt.

  • dsc_0064
  • dsc_0065
  • dsc_0073